Geschichtliches zur Aromapflege

Ein kurzer Streifzug in die Geschichte soll verdeutlichen, dass die Gewinnung und Nutzung pflanzlicher Inhaltsstoffe schon seit Jahrtausenden, für die Menschheit von hoher Interesse ist.
Dieser Beitrag stellt nur einen Bruchteil an ausgewählter Informationen zu diesem Thema dar.

Man vermutet, dass es schon lange vor unserer Geschichtsschreibung eine „Duftkultur“gab. Mythen, Sagen und Symbole aus uralten mündlichen Überlieferungen belegen das. Manche reichen bis zu 5000 Jahre zurück. Die ältesten Funde sind zweiteilige Destillationsgeräte aus Ton, die in Mesopotamien vor 5500 Jahren zur Herstellung von Duftölen gebräuchlich waren.

Im alten Testament (2. Buch Moses Kapitel 30 Verse 22 bis 38) werden Rezepturen ätherischer Öle von Gott an Moses „mache ein heiliges Salböl nach der Kunst des Salbenreiters“ weiter gegeben. Verwendet werden in diesen Versen unter anderem Olivenöl, Myrrhe, Zimt, Kalmus und Weihrauch.

Mit dem Verbrennen von Harzen, Hölzern und Pflanzen drückten die Menschen ihre Verehrung für die Götter aus.
Aus 4000 Jahre alten Texten der Assyrer und Babylonier ist zu entnehmen, dass man damals bereits Duftsalben, Salböle und Duftwässer herstellen konnte. Sie wurden bei religiösen Zeremonien, zur Reinigung und Heilung verwendet.
Die alten Ägypter verwendeten schon vor 3000 Jahren konservierende Öle zum Einbalsamieren der Toten und duftende Gewürze um z.b Speisen zu aromatisieren oder haltbar zu machen.
Zedern und Zimt wurden destilliert, Blüten in verschiedene Öle eingelegt. Die ätherischen Öle waren sehr kostspielig und somit nur den Pharaonen vorbehalten. Das gewöhnliche Volk verwendete die Mazerate.

Im altindischen Ayurveda werden Massagen mit Sandelholzöl und anderen Ölen angeführt.
In China, Indien, Persien wurden ätherische Öle bereits vor 2000 Jahren zur Schönheitspflege und zur Heilung eingesetzt. Duftstoffe und Gewürze zählten damals zu begehrten Handelswaren.

Zum allgemeinen Wohlleben veranstalteten die Römer um die Jahrtausendwende sogenannte „Rosenorgien“. Das Wort „Parfum“ fand seinen Ursprung im Latein: per fumum bedeutet. Durch den Rauch.

Karl der Große (747 oder 748 – 814) befahl unter anderem die Anlegung von Kräutergärten. Im sogenannten „Karlsgarten“ wurden z.b Rosmarin, Muskatellersalbei, Rosen, Anis, Schwarzkümmel,
Fenchel etc angebaut.

Im frühen Mittelalter war der offizielle Umgang mit ätherischen Ölen der Kirche vorbehalten, was dazu führte, dass die sogenannten „Heiler“ als Hexen und Zauberer verfolgt und viele von ihnen wurden verbrannt.

Ärzte und Wissenschaftler beschäftigten sich zunehmend mit diesem Bereich und Paracelsus brachte im 16 Jahrhundert erstmals die Wirkung von Pflanzen und ätherischen Ölen mit bestimmten Inhaltsstoffen in Verbindung.
1792 wurde Kölnisch Wasser („Eu de Cologne“ – Rosmarin, Bergamotte, Lavendel, Neroli und Petitgrain)kreiert. Dies wurde ursprünglich zur Einnahme bei Kreislaufbeschwerden eingesetzt.

1874 gelang es Vanillin zu synthetisieren.
1887-1889 wurde nachgewiesen, dass Thymian Bakterien zerstört.

Der Begriff „Aromatherapie“ wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem französischem Chemiker René Maurice Gattefossé geprägt. Er behandelte im ersten Weltkrieg Verwundete in den Lazaretten mit ätherischen Ölen. Sie verhinderten Wundbrand, heilten Wunden, senkten das Fieber und linderten Schmerzen. Sie stärkten den Lebenswillen der Kranken weil ätherische Öle auch auf die Seele wirken.

Der Militärchirurg Jean Valnet , inspiriert durch Gattefosse’s Veröffentlichungen aus den 20er und 30er Jahren, verwendete Wacholderöl während des 2. Weltkriegs um Schusswunden zu versorgen.

Die Aromatherapie verfolgt einen holistischen Ansatz. Sie gründet auf der ganzheitlichen Sicht des Menschen, als Einheit von Körper Geist und Seele.
In der heutigen Zeit wird die „Aromatherapie“ bereits vielfach in Krankenhäusern und Therapiezentren genutzt. In einigen Kantonen der Schweiz ist der „Aromatherapeut“ ein anerkanntes Berfufsbild.

Ätherische Öle kommen im Berufsbild des Energetikers….Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit mittels Auswahl von Aromastoffen, durch Aromapflegefachkräfte (Fort und Weiterbildung gem GuGK § 63,64), Aromatherapeuten, und in privaten Haushalten zur Anwendung.

Quellen:
Monika Werner, Ruth von Braunschweig Praxis Aromatherapie 6. Auflage Verlag Haug
https://www.aroma-ratgeber.com/diearomatherapie/diegeschichtederaromatherapie/
Die Bibel Nach Martin Luther 2024 Anaconda Verlag
https://www.wko.at/wien/gewerbe-handwerk/persoenliche-dienstleister/humanenergetiker/berufsbild-humanenergetik-2020.pdf

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